Burgheim Luftbild

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Marktfest 2016

Samstag,
30.07.2016
18:30

Marktfest 2016

Sonntag,
31.07.2016
10:00

Seifenkistenrennen in Burgheim

Sonntag,
31.07.2016
11:00
Endlich wieder ein Seifenkistenrennen: Sonntag, 31.07.2016 von 11.00 - 17.00 Uhr

Sirenenprobealarme 2016 -...

Mittwoch,
19.10.2016
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Sankt Martin 2016

Freitag,
11.11.2016
17:00

Nikolausparty 2016

Samstag,
03.12.2016
21:00

Heimatgeschichte

Die Geschichte Burgheims

Die Geschichte Burgheims beginnt mit der Ankunft der Kelten vor etwa 3000 Jahren, die zahlreiche Hügelgräber in der Umgebung hinterließen.

Mitte des 1. Jh. n. Chr. siedelten sich die Römer an. Sie errichteten das Kastell Parrodunum. Zeitgleich entsteht eine der damals größten Römersiedlungen im Umkreis. Die Donau bildete zur damaligen Zeit die nördliche Reichsgrenze zu "Magna Germania". Die Römer bezeichneten die nördlichen Regionen auch geringschätzig als Barbaricum, der Heimat der Barbaren, einem Volk von roh-unzivilisierten, ungebildeten Menschen. Das Ende des Miltärstützpunktes und der zivilen Siedlung nahte mit der Völkerwanderung in der Mitte des 5. Jahrhunderts nach Chr., als sich die Römer über die Alpen nach Süden zurückzogen und Burgheim vorübergehend herrenlos war.

Etwa 700 nach Chr. ergriffen die Bajuwaren Besitz von der Umgebung. 1093 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, 1100 siedelten sich die Grafen von Lechsgemünd an und erbauten eine Burg auf dem Kirchenhügel. Am selben Ort entstand im 13. Jh. die Pfarrkirche St. Cosmas und Damian, heute Wahrzeichen Burgheims. Als Markt wurde Burgheim erstmals 1336 urkundlich erwähnt.

1347 wurde Burgheim in die Grafschaft von Graisbach eingegliedert, 1395 jedoch an die Herzöge von Ingolstadt weitergegeben. Von 1447 an war Burgheim Besitz der Herzöge von Landshut, bis der Ort infolge des Kölner Spruchs an die "Junge Pfalz Neuburg" fiel (1505). 1542 wurde Burgheim unter Herzog Ottheinrich protestantisch.

1585 stürzte der Turm der Kirche ein, die 1633 von den Schweden vollständig niedergebrannt wurde. Beide Male konnte das Bauwerk jedoch wieder aufgebaut werden und erfuhr 1739 durch die Errichtung des Hochaltars seine Vollendung. 1750 entstand ein Rathaus; 1780 eine Schule.

Im 2. Weltkrieg wurde die Gemeinde zur Hälfte zerstört und am 27. April 1945 von den Amerikanern besetzt. 1950 begann für Burgheim der industrielle Aufstieg. Zwischen 1972 und 1976 wurden im Zuge der Gebietsreform Ortlfing mit Biding, Dezenacker, Illdorf mit Längloh, Wengen mit Eschling, Moos, Straß, Leidling und Kunding in den Markt Burgheim eingemeindet. 1976 entstand eine vollbiologische Kläranlage, 1977 ein neuer Kindergarten und 1983 ein Feuerwehrgerätehaus. Im Jahr 1994 eröffnete der zweite gemeindliche Kindergarten "Spatzennest" im Gemeindeteil Straß seine Türen; 2013 kam mit der Kinderkrippe "Pusteblume" die dritte Kindertageseinrichtung in unserer Gemeinde hinzu.

Burgheim kann damit auf eine lange und ereignisreiche Vergangenheit und auch in eine sichere Zukunft blicken. 

 

Wappen

In Silber ein roter Zinnenturm mit beiderseits anschließender Zinnenmauer und offenem Tor auf grünem Boden.

Wann Burgheim das Marktrecht erhielt, ist nicht gesichert. Vermutlich dürfte dies in der Zeit der Grafen von Lechsgmünd-Graisbach gewesen sein und damit etwa auf das 11. Jahrhundert datieren. Als Markt wird Burgheim erstmals nachweislich in einer Urkunde des Grafen Berchtoldt von Graisbach aus dem Jahre 1336 genannt. 

Mit dem Marktrecht hob sich Burgheim nicht nur durch eine Ratsverfassung und eigene Verwaltung aus dem ländlichen Umland hervor, sondern war auch wirtschaftlicher Mittelpunkt für den ländlichen Warenaustausch am Wochenmarkt. Diese zentrale Bedeutung war Anlass dafür, dass sich Handwerker und Gewerbetreibende niederließen. Sie lebten nicht nur von Grund und Boden wie die bäuerliche Bevölkerung, sondern verdienten mit handwerklichem Geschick ihr tägliches Brot.

Sichtbares, äußeres Zeichen für einen Markt war das Marktsiegel:

Siegel2

Grafiken: Auszug aus der 'Chronik des Marktes Burgheim'

Museum im Rathauskeller

Das heimatgeschichtliche Museum befindet sich im Untergeschoss des heutigen Rathauses im Zentrum des Ortes Burgheim. Es wurde im Jahre 1996 eröffnet. Heute finden sich dort Exponate neolithischer Siedlungsfunde aus den ausgedehnten Loßflächen südlich von Burgheim, Funde aus dem römischen Vicus der mittleren Kaiserzeit und dem spätrömischen Burgheim mit seinem Kastell Parodunum sowie aus der Besiedlung im frühen Mittelalter.

Das Museum wird in erster Linie vom Heimatgeschichtlichen Verein Burgheim e.V. (www.parrodunum.de) betreut. Kontaktdaten zum Verein finden Sie im Menü unter "/Gemeinde/Freizeit-und-Tourismus/Vereine". Besichtigungen sind nur nach Vereinbarung mit dem Vereinsvorstand oder dem Bürgerbüro im Rathaus möglich.