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Freitag,
16.06.2017

Wanderwege und -Karten

Unsere Wanderwege werden

 

 

 

gefördert duch das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). 

Offizielle Eröffnung des Kelten- und Römerwanderweges am 04. August 2013

Vor genau 20 Jahren veranstalteten die Burgheimer Wanderfreunde die letzten Internationalen Volkswandertage in der Kerngemeinde. Dank Unterstützung des Förderprogrammes Leader/Eler ist Burgheim wieder eine Ausgangs- und Anlaufstation der Freunde auf Schusters Rappen. Rund 30.000 Euro kosteten die beiden Wanderwege, die nach den einstigen Siedlern der Gegend und Burgheim benannt sind. Den Römer- wie auch den Keltenweg förderte Leader/Eler mit 12.000 Euro. Für Harry Müller, Vorsitzender der Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos, ist damit ein weiterer "weißer Fleck" an Wanderwegen in der Region geschlossen. Es fehlen noch Ehekirchen und Aresing.

Burgheim ist damit an die Wanderwege sowohl in Oberhausen aber auch den Urdonautalsteig über Dollnstein, Wellheim, Rennertshofen, Neuburg, Nassenfels, Egweil und Hütting angeschlossen. Ein Teil des Römerweges ist dabei integriert. Wanderer können dabei auch mehrere Tage laufen und Sehenswürdigkeiten bestaunen und genießen. In Burgheim sind dies unter anderem die keltischen Hügelgräber zwischen Ortlfing und Straß und die Bidinger Kirche, die älteste im Landkreis.

Wichtig ist für Harry Müller, dass die kontinuierliche Pflege der Wanderwege, vom Holzbruch entfernen bis zm Mähen, gewährleistet ist. Die Träger dieser Wanderwege sind zusammengefasst im "Aktiv-Park". Aus dem Nachbarlandkreis Donau-Ries kam Eva Münsinger von der "Monheimer Alb" nach Burgheim. Ihr primäres Anliegen ist es, dass die Wege mit Leben erfüllt werden. Bei zehn Veranstaltungen pro Jahr ohne Leistungsdruck stehen Genuss und Kontakt für alle Altersgruppen.

Durch die Stiftungen St. Johannes in Schweinspoint und Regens Wagner, dazu die "offene Hilfe" des Landkreises werden die Wandertage zu "Inklusionsveranstaltungen", weil Behinderte einbezogen werden. An der Organisation in Burgheim beteiligen sich die Vereine "Burgheim Fit, mach mit", die Wanderfreund und die Nachbarschaftshilfe. Der Aktiv-Park, so Harry Müller, lebt nicht von Mitgliedern und liegt der öffentlichen Hand nicht auf der Tasche, sondern hat sich Sponsoren gesucht. Der Aktiv-Park bietet auch Nordic Walking Kurse und geführte Wanderungen an.

Bei zwei Ausflügen können Wanderfreunde heuer noch Walken auf Herrenchiemsee und zwei Tage den "Sauwald" an der oberösterreichischen Donauschlinge genießen.

Burgheims Bürgermeister Albin Kaufmann zeigte sich erfreut, dass nach sechs Jahren die beiden Wanderwege eröffnet werden. Dabei erinnerte Kaufmann an die geschichtliche Dimension entlang der Wege. Beispielsweise könne man im Staatsgut in Straß die Historie des Ortes näher kennenlernen und auf der ehemaligen Römerstraße wandern. Anschließend schnitten Eva Münsinger, Harry Müller, Albin Kaufmann und Erich Baumer von "Burgheim fit, mach mit" das obligatorische Band durch. Dazu spielte das Burgheimer Duo "Krach und fürchterlich", "Muss i denn zum Städtele hinaus" und zahlreiche Wanderer und Nordic Walker machten sich auf die Strecke über 5, 10 und 12 Kilometer. (Text und Fotos: Peter Maier, DK)

 

 

Kelten-Wanderweg (Länge 12 km)

Der Rundwanderweg beginnt am Rathaus in Burgheim. Er führt durch die Burgheimer Flur entlang der hallstattzeitlichen Hügelgräber, vorbei an der Bidinger Kirche, die ein kleines, aber wertvolles Kulturgut aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts darstellt. Ganz idyllisch am Waldrand gelegen, thront der schmucke Kirchenbau aus der Gotik über dem uralten Siedlungsraum des heutigen Burgheimer Ortsteiles. Eine Besonderheit ist ihr asymmetrischer Aufbau. Das Gotteshaus ist St. Martin geweiht und zählt zu den alten Sakralbauten im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Im Wäldchen "Oberschlag", südlich von Straß, befinden sich einige Grabhügelgruppen, welche unter dem besonderen Schutz des Gesetzes zur Erhaltung vorgeschichtlicher Bodendenkmale stehen. Von den, außerhalb der Waldgrenze liegenden zwölf überpflügten Hügeln wurden im Jahr 1938 zwei Grabhügel ausgegraben. Die Untersuchung wies je einen Holzbau als ehemalige Grabkammer im Inneren der Hügel nach, ferner Leichenbrand. Außerdem wurde eine reiche Grabausstattung an hallstattlichen Gefäßen und sonstigen Fundmaterial sichergestellt, die zum Teil im Heimatmuseum von Burgheim ausgestellt werden. Das Heimatmuseum befindet sich im Rathaus von Burgheim und kann während der regulären Öffnungszeiten aber auch nach vorheriger Anmeldung außerhalb der Öffnungszeiten besucht werden.

Römer-Wanderweg (Länge 5,25 km)

Der Startpunkt für diesen Wanderweg liegt am Seniorenstift Straß. Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus siedelten sich die Römer an. Das Kastell Parrodunum (bei Burgheim), das zu dieser Zeit größte Römerdorf im Umkreis, entstand. Die von Manching her kommende Römerstraße (Donau-Süd-Straße), welche zwischen der Kaiserburg und dem Stätteberg aus dem Wald in die Burgheimer Flur führte, vereinte sich hier mit der von Nassenfels und dem Antoniberg (Stepperger Römerbrücke) herkommenden Römerstraße und zog zwischen der Langwiedmühle und Straß nach Burgheim. Auf diesen Spuren starte der Wanderweg ausgehend vom Burgheimer oder Straßer Bahnhof in Richtung Nord-Ost.

Permanenter Wanderweg "Rund um den Vohbach" (Länge 11 km)

Diese Strecke ist als permanenter Wanderweg ausgewiesen und wird von den Wanderfreunden Straß 1982 e. V. betrieben. Start und Ziel sind am Gasthaus "Bräustüberl" am Marktplatz in Burgheim. Startzeit: täglich von 11-17:00 Uhr (außer Montag). Durch Wiesen und Felder verläuft die Strecke zuerst in Richtung Straß, dann an Ortlfing vorbei nach Biding und wieder zurück nach Burgheim. Der Wanderweg ist ganzjährig geöffnet. Der Erwerb des IVV-Teilnehmerstempels ist möglich. Im Winter wird die Strecke nicht geräumt oder gestreut.